Nachdem wir in der vergangen Woche darüber berichteten, dass (Studenten)-WGs öfter mal perfekte Bedingungen für Bettwanzen bieten, geht es in diesem Blogeintrag um Asylheime. Mitte des Monats waren einige Asylzentren in der Schweiz in den Fokus der Medien gerutscht, weil viele der Unterkünfte massiv von Bettwanzen und Krätzemilben befallen sind. Doch anstatt das Thema offen anzugehen wird es immer wieder ignoriert und totgeschwiegen.

Bettwanzen gehen nicht wieder von allein

Doch im Kanton St. Gallen hat man den Parasiten den Kampf angesagt. Wie Urs Weber, der Leiter der hiesigen Asylabteilung im Migrationsamt bestätigt, tauchen Bettwanzen nicht nur im Chaos auf, aber wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden, ist es sehr schwer sie wieder loszuwerden. Deshalb habe man dort dem Ungeziefer den Kampf angesagt!

Sobald Asylbewerber nach St. Gallen kommen, müssen sie ihre Kleidung sofort waschen und ihre ganzen Besitz abgeben. Dieser wird dann für drei Tage tief gefroren, um den Bettwanzen an den Kragen zu gehen. Technik ist davon natürlich ausgenommen, denn Plastik ist für die ungebetenen Gäste uninteressant. Aber sobald etwas nach Mensch und Haut schnuppert, nisten sie sich dort ein.

Da Bettwanzen sehr geschickt darin sind sich zu verstecken, ist es schwer sie ausfindig zu machen. Nicht ohne Grund transportieren viele Reisende diese Mitbringsel unwissend in der Reisetasche oder dem Handgepäck vom Urlaub in die heimischen Gefilde.

Bettwanzen sind wieder auf dem Vormarsch

Auch wenn das Thema in den Medien noch relativ unbeachtet ist, sind Bettwanzen schon lange von den Toten auferstanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten sie als ausgerottet, doch inzwischen reisen sie unentdeckt rund um die Welt und werden zu einem ernst zunehmenden Problem – nicht nur in Asylheimen.

Halten Sie daher die Augen offen, um nicht selbst Besuch der unliebsamen Mitbewohner zu werden. Hier finden einige Tipps, wie Sie sich zielsicher auf die Suche nach Bettwanzen begeben können.