Weiteres Ungeziefer

Bettwanzen sind nicht das einzige Ungeziefer, das in deutschen Haushalten Probleme bereitet. Von Silberfischen im Badezimmer über Ameisen in der Küche bis hin zu Schaben in der Speisekammer, jede Schädlingsart bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über die häufigsten Haushaltsschädlinge und direkte Links zu den ausführlichen Ratgebern.

Silberfische

Silberfische sind nachtaktive Insekten, die feuchte Umgebungen bevorzugen. Sie tauchen bevorzugt in Badezimmern, Kellern und Küchen auf. Obwohl sie für Menschen harmlos sind, fressen sie Tapeten, Bücher, Stärkehaltiges und Naturfasern. Ein anhaltender Befall weist oft auf zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung hin.

Silberfische bekämpft man am effektivsten durch Reduzierung der Luftfeuchtigkeit, das Abdichten von Ritzen und Fugen sowie gezielte Köder und Insektizide. Der ausführliche Ratgeber erklärt alle wirksamen Methoden Schritt für Schritt.

Ameisen

Ameisen im Haus sind ein häufiges Problem, besonders in den Sommermonaten. Ameisen suchen Nahrungsquellen in Küche und Vorratskammer. Sie richten zwar selten direkten Schaden an, können aber Lebensmittel kontaminieren und bei starkem Befall sehr lästig werden. Gartenameisen bauen manchmal Nester in Mauerwerk oder unter Bodenfliesen.

Wirkungsvolle Bekämpfungsmittel sind Ameisenköder (die das Gift in den Ameisenstaat tragen), natürliche Abwehrmittel wie Kaffeesatz oder Zimtpulver sowie das konsequente Abdichten von Einstiegsstellen.

Kakerlaken

Kakerlaken gelten als besonders hartnäckige Schädlinge. Sie sind nachtaktiv, extrem anpassungsfähig und vermehren sich schnell. Schaben bevorzugen warme, feuchte Stellen in der Nähe von Nahrungsquellen, hinter Kühlschrank und Herd, unter der Spüle und in Rohrspalten. Sie übertragen Krankheitserreger und verursachen Allergien.

Bei Kakerlaken ist eine frühzeitige, professionelle Bekämpfung entscheidend. Köder-Gele, Insektizide und konsequente Hygiene sind die wichtigsten Werkzeuge. Ein Kammerjäger ist bei Schabenbefall oft die sicherste Wahl.

Flöhe

Flöhe kommen in Haushalten mit Haustieren häufig vor, befallen aber auch Menschen. Sie hinterlassen juckende Stiche und können Bandwürmer sowie andere Parasiten übertragen. Flöhe vermehren sich sehr schnell: Aus einem Floh können in wenigen Wochen Tausende werden, da sich die Larven im Teppich, in Polstermöbeln und in Fugen entwickeln.

Die Bekämpfung umfasst immer zwei Ebenen: das behandelte Tier und die Wohnungsumgebung. Flohbisse behandeln ist das eine, die Flohpopulation in der Wohnung vernichten das andere. Ohne Umgebungsbehandlung ist jede Tierbehandlung nur ein kurzfristiger Erfolg.

Läuse

Läuse sind vor allem in Familien mit schulpflichtigen Kindern ein bekanntes Problem. Kopfläuse übertragen sich durch direkten Kopf-zu-Kopf-Kontakt, entgegen verbreiteter Meinung durch schmutzige Haare. Kleiderläuse hingegen sind in Mitteleuropa selten und kommen fast nur bei Menschen in extremen Lebenssituationen vor.

Kopfläuse werden mit Spezialshampoos oder -sprays behandelt, kombiniert mit gründlichem Kämmen mit einem Nissenkamm. Wichtig ist, alle Kontaktpersonen gleichzeitig zu behandeln, da sonst eine Reinfektion fast unvermeidlich ist.

Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten befallen Vorräte in Küche und Speisekammer. Die Larven fressen sich durch Mehl, Getreide, Nüsse, Trockenfrüchte und sogar durch Verpackungen. Ein Befall zeigt sich durch feine Gespinste in Lebensmittelpaketen, Mottenmaden oder erwachsene Motten im Vorratsschrank.

Die Bekämpfung erfordert konsequentes Ausräumen und Reinigen aller Schränke, das Entsorgen befallener Lebensmittel und die Verwendung von Pheromonfallen zur Überwachung. Alle Vorräte sollten künftig in luftdichten Glas- oder Kunststoffbehältern gelagert werden.

Fruchtfliegen

Fruchtfliegen sind kleine, dunkelrote Fliegen, die von reifen oder fermentierenden Früchten und Flüssigkeiten angezogen werden. Sie vermehren sich extrem schnell, ein Weibchen legt bis zu 500 Eier. Ein Befall lässt sich oft schnell mit einfachen Hausmitteln eindämmen: Fallen aus Essigwasser und Spülmittel sowie das konsequente Entfernen von Brutquellen (überreifes Obst, feuchte Abfälle, stehendes Wasser in Blumentöpfen).

Schädlingsbekämpfung, wann hilft ein Profi?

Viele Schädlinge lassen sich mit Hausmitteln, Fallen und handelsüblichen Insektiziden selbst bekämpfen. Bei einigen Arten ist ein professioneller Schädlingsbekämpfer jedoch die deutlich sicherere und schnellere Wahl, besonders bei Schaben, Bettwanzen und bei starkem Befall über mehrere Zimmer hinweg.

Ein erfahrener Kammerjäger identifiziert die Schädlingsart sicher, wählt das geeignete Bekämpfungsverfahren und gibt nach der Behandlung eine Wirksamkeitsgarantie. Bei Mietverhältnissen übernimmt häufig der Vermieter die Kosten, sofern der Schädling nicht durch das Verhalten des Mieters eingeschleppt wurde.